|Rezension| Warte auf mich – Philipp Andersen und Miriam Bach

Für mich das beste Buch seit „Gut gegen Nordwind“

 711Mr1mPXQLVerlag: Pendo
Gebundene Ausgabe: 16,99 Euro
Ebook: 8,99 Euro
Erscheinungsdatum: 14.05.2013

Worum geht´s?

Zwei Menschen, zwei Leben, eine Stadt: Hamburg 2013. Die Wege der jungen Anwältin Laura Janssen und des deutschtürkischen Journalisten Okan Baran kreuzen sich durch Zufall. Mit dieser Begegnung beginnt für Laura eine Reise von einer Ballettaufführung, über ihren Alltag und die Liebe bis zu sich selbst. Eine Liebesgeschichte, die Menschen, Kulturen, den Alltag und das Leben verknüpft.

Mein Eindruck

Lange hat mich kein Buch mehr so gefesselt und nachhaltig beeindruckt wie „Warte auf mich“. Vor 3 Tagen habe ich es fertig gelesen und seither erzähle ich JEDEM von diesem unglaublich guten Buch.
Die genial konstruierte Geschichte (das Buch handelt von einer Affäre der Autoren, die dieses Buch geschrieben haben) ist nicht nur durch die Gleichnamigkeit von Autoren und Protagonisten absolut authentisch. Auch der Bezug auf die neuen Kommunikationsmöglichkeiten via whats app, facebook &Co. haben dazu geführt, dass ich mich 100% in die Story einfühlen konnte. Ein Zitat aus dem Buch „Ganz besonders nah fühlte ich mich ihr via WhatsApp, entweder stand da ‚zuletzt online‘ mit Datum und Uhrzeit, ‚online‘ sobald sie das Programm aufgerufen hatte, oder ’schreibt‘ wenn sie gerade eine Nachricht an mich verfasste. ‚Schreibt‘ – das war meine neue Steigerung des Wortes Glück.“ Dieser Satz ist nicht nur sprachlich unglaublich schön, sondern einfach auch so realitätsnah.

Ebenso authentisch war die Rolle der Musik in der Geschichte. Wie man es auch aus dem wirklichen Leben kennt, schicken die Verliebten sich Songs hin und her, in denen ihre Gefühle ausgedrückt werden oder posten diese bei facebook. Wieder ein Element, was der Geschichte Authentizität veleiht.

Gut gefallen hat mir auch der Wechsel zwischen den Perspektiven der beiden Hauptfiguren – ein Stilmittel, welches mir bspw. auch bei Jodi Picoult gut gefällt, weil es dazu beiträgt, in die einzelnen Charaktere tiefer einzutauchen.

Ich kaufe den beiden Autoren diese Geschichte 100% ab. Ich kann mir gut vorstellen, dass da sehr, sehr viel Realität dahintersteckt und die Autorennamen deshalb Pseudonyme sind. Ganz ehrlich: eigentlich mag ich keine Bücher ohne Happy End, aber dieses… es ist eben die Realität… und in dieser gibt es nur selten ein Happy End…

 bewertung5