Vogelweide – Uwe Timm

Ich hab es aufgegeben…

 
… was ich wirklich selten tue. Bis zur Hälfte habe ich durchgehalten, aber nun ist Schluss.

Dieses Buch ist auf der Longlist des deutschen Buchpreises. Ich würde wirklich gern wissen warum… Sicher ist die Lektüre anspruchsvoll, keine Frage. Aber alleine die Formatierung des Textes hat mich geschafft… Wörtliche Rede ist nicht als solche erkennbar, Kapitel gibt es auch nicht. Man kann dem Plot dadurch nur sehr schwer folgen. 
Die Geschichte handelt von 2 befreundeten Paaren, wobei sich der Protagonist Eschbach, ein erfolgreicher Unternehmer (der im Laufe der Geschichte bankrott geht), in die Frau des anderen (Anna) verliebt und mit ihr eine Affäre beginnt. Das Ganze wird rückblendend erzählt. Von seiner aktuellen Situation weiß man, dass er als Vogelwart allein auf einer kleinen Insel in der Nordsee lebt und jene Anna ihn besuchen kommen will. 
Vielleicht ist dieser Roman einfach zu hoch für mich, aber auf jeden Fall nicht mein Ding. Der Fokus wird auf – für mich – uninteressante Dinge gelegt, z.B. Vogelbeobachtungen. Das was mich interessiert – das Zwischenmenschliche – spielt eher eine nebensächliche Rolle.  Ich kann mich außerdem null mit dieser Generation identifizieren (Mitfünfziger reicher Typ, der einen Oldtimer fährt und eine Künstler-Freundin hat), so dass ich einfach gar nicht richtig in die Geschichte eintauchen konnte. 
Sprachlich ist der Roman wirklich beeindruckend- in dieser Hinsicht kann ich die Nominierung für den Buchpreis schon verstehen. Aber wie gesagt: die Umsetzung des Plots spricht mich einfach absolut nicht an.

Ich vergebe 1 von 5 Sternen, da ich es nicht mal geschafft habe, das Buch zu Ende zu lesen.
 

  • Evy

    Oh, das ist schade. Aber so schlimm klignt es nicht. Vlt. stehen die Vögel für die Beziehung?