Und dennoch ist es Liebe – Jodi Picoult

Leider das schlechteste Buch von Jodi Picoult

Eigentlich liebe ich die Bücher von Jodi Picoult. Immer wieder greift sie spannende Themen auf, die moralische Fragen aufwerfen. Als Leserin fragt man sich immer wieder „Wie würde ich handeln?“ und findet sich stets in einer der dargestellten Personen irgendwie wieder.
In „Und dennoch ist es Liebe“ ist das leider nicht passiert. Ich habe (für meine Verhältnisse) ewig (2 Wochen) für das Buch gebraucht und immer mit der Hoffnung weitergelesen, dass noch irgendetwas „krasses“ passiert. Dies war leider nicht der Fall. Die Story an sich ist schnell erzählt: armes Mädchen aus zerrütteteten Verhältnissen (Mutter verlässt die Familie als das Mädchen 5 ist) trifft jungen Mann aus gutem Hause, sie verlieben sich, sie wird schwanger, kann sich nicht so recht mit dem Gedanken Mutter zu sein anfreunden und verlässt irgendwann ihr Baby und ihren Mann, um ihre Mutter zu suchen und herauszufinden, was sie wirklich will. Mir persönlich war das zu vorhersehbar. Komisch fand ich auch, dass sie scheinbar überhaupt keine Freunde hat, außer ihre (Ex-)Arbeitskollegen. Insgesamt wirkte der Roman nicht glaubwürdig. Schade!

Den Perspektivenwechsel, den man von Jodi Picoult gewöhnt ist, gibt es auch in diesem Weg- allerdings wechselt die Perspektive dieses Mal nur zwischen dem Mann und der Frau. Interessant wäre doch z.B. auch die Sicht der Eltern der beiden Protagonisten.

Ich hoffe nun einfach auf Jodi Picoults neues Buch. Man kann ja auch nicht immer einen Beststeller schreiben 🙂

2 von 5 Sternen!