Tote Hunde beissen nicht – Dietrich Faber

Spannende Story und intelligenter Humor – für mich der perfekte Krimi! 

Broschiert: 14,99 Euro 
Ebook: 12,99 Euro
  288 Seiten 
Erscheinungsdatum: 01. März 2014
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Worum geht´s?
Der Tod ist ein Hesse. Kommissar Henning Bröhmann hat den Dienst noch nie sehr geliebt. Und er hat die Nase ziemlich voll: von der Provinz, den Kollegen, dem diktatorischen Vater. Mit dem reist er eines Tages nach Berlin: Beerdigung eines alten Kollegen von Bröhmann senior. Doch in der Hauptstadt geschieht etwas Unerwartetes, Schreckliches. Ein gewaltsamer Tod. Nein, zwei. Und kurz darauf ist der Vater verschwunden. Henning geht der Sache nach und kommt einer unschönen Geschichte auf die Spur. Vor Jahrzehnten, als der Alte noch das Heft in der Hand hielt, verschwand ein Mann hinter Gittern und schwor Rache. Nun sterben in der Gegenwart Menschen. Und Hunde!
Cover und Titel:
Also ganz ehrlich? Wäre mir das Buch nicht über einen Newsletter des Verlages vorgestellt worden, hätte ich es in der Buchhandlung nicht mal in die Hand genommen. Der Klappentext klang allerdings interessant und das Cover gibt schon einen Hinweis darauf, dass es sich hier einen humorvollen Krimi handelt, auf die ich ja so abfahre. Den Titel finde ich, ehrlich gesagt, echt blöd, aber nun gut… Sollte wohl witzig sein… Nun ja, er hat auf jeden Fall einen Bezug zum Inhalt des Buches.

Mein Eindruck: 
Ich muss zunächst betonen: ich kenne die 2 vorangegangenen Bröhmann-Krimis nicht! Ich bin lediglich durch Zufall auf „Tote Hunde beissen nicht“ aufmerksam geworden und habe einfach mal eine Leseversuch gewagt. Und was soll ich sagen? Bereits nach den ersten 10 Seiten wusste ich: das ist genau mein Ding. Es gibt einige Details, die man nicht versteht, wenn man die ersten beiden Teile nicht kennt. Das sind aber nur Nebensächlichkeiten, die vor allem Lust darauf machen, die ersten beiden Teile noch zu lesen. 
Dietrich Faber schildert in „Tote Hunde beissen nicht“ aus der Ich-Perspektive des Kommisars Henning Bröhmann einen spannenden Kriminalfall mit authentischen Charakteren und vor allem mit sehr, sehr viel Humor. Trotzdem ist dies kein alberner, flacher Krimi, sondern einfach richtig gute, intelligente Unterhaltung! Richtig gut gefallen hat mir auch die Einstreuung von Briefen und  Vernehmungsprotokollen, die nicht nur die Authentizität des Erzählten unterstützen, sondern für den Leser auch eine angenehme Abwechslung darstellen. Das Buch lässt sich durch den flüssigen Schreibstil und den Spannungsbogen mühelos in einem Rutsch weglesen und danach klappt man es mit besserer Laune als vor dem Lesen zufrieden zu.
Das einzige, was mich ein klitzekleines bisschen genervt hat, sind die Dialoge, die im Dialekt geschrieben sind. Liegt aber sicher daran, dass ich keine Hessin bin. Ein Muttersprachler findet das sicher gut. Insgesamt tut diese Kleinigkeit dem Lesespaß aber keinen Abbruch.
 
Mein Fazit:
„Tote Hunde beissen nicht“ ist ein Regionalkrimi, der auch für „Ortsfremde“ wie mich eine köstliche Unterhaltung bietet. Ich werde mir nun auf jeden Fall die beiden Vorgängerbücher auf meine Wunschliste setzen, weil Dietrich Faber, der hier sein Talent als Komiker unter Beweis stellt, es nicht nur schafft, den Leser bis zuletzt im Unklaren über die Auflösung des Falls zu halten, sondern vor allem auch, weil der Protagonist Hennig Bröhmann als ein sympathischer, ironischer Kommissar dargestellt wird, von dem ich einfach nicht genug bekommen kann.
 
 
Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar!