|Rezension| Weil ich Will liebe – Colleen Hoover

Eine Fortsetzung, die gefällt, aber leider nicht ganz an ihren Vorgänger heran kommt….

 

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Übersetzung: Katarina Ganslandt
Originaltitel: Point of Retreat Taschenbuch: 9,95 Euro
Ebook: 7,99 Euro
Erscheinungsdatum: 1. Mai 2014
368 Seiten
Reihe:

2) Weil ich Will liebe
3) Weil wir uns lieben
„Wäre ich ein Zimmermann, würde ich dir ein Fenster zimmern.
Wenn du hineinschauen würdest, sähest du dich selbst in der Scheibe spiegeln.
Und dann wüsstest du, dass meine Seele ein Spiegelbild von deiner ist.“

 

Worum geht´s?

Es ist jetzt über ein Jahr her, dass Will Layken zum ersten Mal begegnet ist. Und ihre Liebe scheint täglich stärker zu werden. Doch als Will im neuen Studienjahr auf seine Ex-Freundin Vaughn trifft, beschließt er, Layken nichts davon zu erzählen. Ein fataler Fehler, denn als Layken die beiden zufällig sieht, missversteht sie die Situation.
 

Cover und Titel

Was will man da groß sagen zu Cover und Titel? Absolut passend zum Vorgänger „Weil ich Layken liebe„. Das Cover des ersten Bandes war pink – die Geschichte wurde aus Laykens Sicht erzählt. So ist es nur logisch, dass „Weil ich Will liebe“ ein blaues bzw. türkisfarbenes Cover bekommt, da die Geschichte nun aus Wills Sicht weitererzählt wird. Insgesamt passt das Motiv absolut zu einem Jugendbuch und ich bin sowas von dankbar, dass man sich gegen die Darstellung eines Liebespaares auf dem Cover entschieden hat, da diese im Moment geradezu überall zu sehen sind.

 

Mein Eindruck

Nachdem ich von „Weil ich Layken liebe“ wirklich absolut begeistert war, da Colleen Hoover mich mit ihren wunderschönen Poetry Slam-Texten nicht nur überrascht, sondern auch berührt hat, konnte ich die Fortsetzung kaum erwarten. Die Geschichte wird dieses Mal aus Wills Perspektive erzählt und zusätzlich noch durch kurze Tagebucheinträge von ihm ergänzt, was mir wirklich gut gefallen hat, da man sich als Leser so noch besser in seine Gefühlswelt hineinversetzen kann. Zugegebenermaßen war ich nach den ersten 50 Seiten skeptisch, ob die Autorin wirklich an den Erfolg vom ersten Band anknüpfen kann. Die Geschichte plätscherte so vor sich hin und hatte mich bis dato nicht fesseln können… Aber dann… dann kam die im Klappentext geschilderte Situation und die Geschichte nahm Fahrt auf. Von da an konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Da waren sie wieder: die sture Layken und der vernünftige Will, die ich am Anfang des Buches so vermisst habe. Und vor allem spielte dann auch das eine Rolle, was ich im ersten Band so toll fand: der Poetry Slam und dessen Texte. Ich traue es mich gar nicht so richtig zu sagen, aber im Vergleich zu „Weil ich Layken liebe“ fehlen mir in diesem Buch trotz aller Dramatik, die wirklich spannend ist, die Emotionen. Die Slam-Texte sind weniger als im ersten Band und haben mich auch nicht so berührt wie die im ersten Band und das ist eigentlich symptomatisch für die ganze Geschichte. Sie ist zweifellos gut, aber in meinen Augen nicht so emotional wie der erste Teil.

 

Mein Fazit: Mit „Weil ich Will liebe“ ist Colleen Hoover eine fesselnde Fortsetzung von „Weil ich Layken liebe“ gelungen, die wieder alles hat, was man aus dem ersten Band liebt: sympathische, charakterstarke Protagonisten, Poetry-Slam Texte und viel Dramatik. Einzig die Emotionen kommen mir in diesem Buch ein bisschen zu kurz, so dass ich einen Punkt bei der Bewertung abziehe. Eins ist sicher: Wer den ersten Band mochte, wird auch den zweiten mögen!

 

Bewertung4
  • Huhu,
    tolle Rezi!
    Ich mochte den Band sehr, weil ich Will mochte. Allerdings hatte ich diesmal eher ein Problem mit Layken, weil sie etwas sieht, sich ihre Meinung bildet, aber nicht hört. Mir war das etwas zu lang und unbegreiflich. Und sie hätte eher einlenken können. Dafür fand ich diese kleinen Botschaften eine echt tolle Idee, die m.E. nach die fehlenden Slams ersetzen 😉

    Liebe Grüße
    Maria

  • Öhm, irgendwie merke ich jetzt grade, dass wir an anderer Stelle das Buch schon als Thema hatten. *lol* Manchmal schreibe ich aber auch einfach drauf los… 😉

    • Macht überhaupt nichts 🙂 Bei so vielen Bloggern kann man schon mal die Übersicht verlieren. Geht mir genauso 🙂

    • Ich bin wirklich erleichtert, kam mir schon ziemlich dusselig vor. *lol*

  • Huhu,
    die Rezi könnte von mir sein, genauso hab ich die Fortsetzung von „Weil ich Layken liebe“ auch empfunden. Es war toll und ich hab´s in einem Rutsch gelesen, aber die emotionale Achterbahnfahrt ist leider ausgeblieben.
    Liebe Grüße,
    Melanie

    • Dem ist nichts hinzufügen 🙂 Danke für deinen Kommentar, liebe Melanie!