|Rezension| My sweetest escape – Chelsea M. Cameron

Genauso mitreißend wie der 1. Band!

 

My sweetest escapeVerlag: Mira Taschenbuch
Taschenbuch: 9,99 Euro
Ebook: 9,99 Euro
Erscheinungsdatum: 12.01.2015
352 Seiten
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„Er hatte etwas an sich, das mir ein Gefühl von Sicherheit gab, wie ich es nie zuvor kannte. Ich vertraute ihm, auch wenn ich mir sagte, dass ich es nicht dürfte. Und bevor ich überhaupt kapierte, was ich da tat, hatte ich ihn schon an mich rangelassen. Manchmal begegnet man so jemanden. In dem Moment, in dem dir klar wird, dass du ihn in dein Leben gelassen hast, ist es schon zu spät. Denn meistens kannst du dir an diesem Punkt ein Leben ohne ihn schon gar nicht mehr vorstellen.“ (S. 83)

Worum geht´s?

Die Vergangenheit wird dich immer einholen. Noch vor wenigen Monaten führte Joscelyn Archer das perfekte Teenagerleben. Dann kam dieser Abend, an dem ihre Welt zerbrach. Seitdem ist ihr alles egal. Niemals wird sie wieder das Mädchen werden, das sie einst war. Doch Campus-Bad-Boy Dusty scheint aus irgendeinem Grund entschlossen, sie aus ihrem Schneckenhaus herauszulocken. Und wenn sie nicht aufpasst, wecken seine grünen Augen und sein schelmisches Lächeln Gefühle in ihr, die sie nicht mehr verdient hat. Sie ahnt nicht, dass auch Dusty ein Geheimnis hat. Aus jener Nacht, in der ihr altes Leben endete. Ein Geheimnis, das so schwer wiegt, dass es die Seele von Jos mit einem Schlag erneut zerschmettern könnte.

 

Cover und Titel

Wie auch schon bei Chelsea M. Camerons „My favorite mistake“ hat das Cover der deutschen Ausgabe absolut nichts mit dem Cover der Originalausgabe gemein, außer der Tatsache, dass ein Paar in Form eines hellhäutigen Mädchens und eines dunkelhäutigen Jungen abgebildet ist. Wie auch beim 1. Band ist die deutsche Ausgabe viel verspielter und braver. Alles schön in rosa/pink und ein lieb drein schauendes Mädchen, das in die Kamera blickt. Mein Fall ist das nicht, weil es einfach keinen guten Eindruck vom Inhalt vermittelt. Man denkt eher an eine romantische, kitschige Lovestory ohne Höhen und Tiefen und damit wird man „My sweetest escape“ überhaupt nicht gerecht.
Gut finde ich hingegen, dass man den englischen Originaltitel beibehalten hat. „My sweetest escape“ bildet eine schöne Einheit mit dem Vorgänger-Roman „My favorite mistake“ und passt außerdem gut zum Inhalt des Buches. Auf den deutschen Untertitel hätte man allerdings verzichten können. Erstens mag ich diesen Sprachen-Mix nicht, zweitens ist ohnehin nichtssagend.

 

Mein Eindruck

Nachdem „My favorite mistake“ für mich eine der emotionalsten Liebesgeschichten des vergangengen Jahres war, habe ich dem Erscheinen von „My sweetest escape“ natürlich entgegen gefiebert. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Ich habe mich gefreut, dass viele Charaktere aus „My favorite mistake“ von Anfang an wieder eine Rolle spielen, da es sich angefühlt hat wie „nach Hause kommen“. Ich denke, dass der Einstieg aber auch für diejenigen Leser, die den ersten Band nicht kennen, verständlich ist, da es sich um eine komplett neue Geschichte handelt, bei der nur eine Charaktere aus dem ersten Band wiederkehren.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Joscelyn erzählt, die ich gleich zu Beginn durch ihre sympathische und gleichzeitig verschlossene Art ins Herz geschlossen habe. Außerdem ist sie heimlich Bloggerin, was sie sowieso schon grundlegend sympathisch macht. In ihrer Vergangenheit, aus der immer mal wieder Szenen in kursiver Schrift in die aktuelle Handlung eingestreut werden, ist etwas vorgefallen, was Jos grundlegend verändert hat. Nach und nach erfährt der Leser mehr Bruchstücke über ihre Vergangenheit und lernt gleichzeitig den „Bad-Boy“ Dusty kennen, der – Überraschung – gar nicht so „bad“ ist und sich ganz offensichtlich für Jos interessiert. Er ist ein witziger, liebenswerter Kerl, dessen Charme man sich nur schwer entziehen kann. Und dann ist da noch Hannah, die ebenfalls ein Geheimnis hat und Jos Freundin an der neuen Uni wird. Sie ist nach außen hin frech, locker, selbstbewusst und insgeheim doch verletzlich.
Der Schreibstil von Chelsea M. Cameron ist wie auch schon bei „My favorite mistake“ absolut fesselnd: authentisch, emotional, sprachlich ansprechend und viele spritzige Dialoge. Mit überraschenden Wendungen und emotionalen Szenen schafft es die Autorin den Leser kontinuierlich an die Geschichte zu fesseln.
Was mir an diesem Roman außerdem sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass Musik eine recht große Rolle spielt. Nicht nur haben sowohl Joscelyn und Dusty hobbymäßig etwas mit Musik zu tun, es werden auch immer wieder Bands und Songs erwähnt/zitiert und dadurch nochmal eine ganz andere Emotionalität erzeugt.

Mein Fazit: „My sweetest escape“ ist eine wunderschöne, mitreißende Liebesgeschichte, die ihrem Vorgängerroman in nichts nachsteht. Sympathische Charaktere und eine emotionale Handlung, die durch überraschende Wendungen nie langweilig ist, garantieren gute Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Seite, die den Leser mit einem schmachtenen „Hach“ das Buch zuklappen lässt.

bewertung5

Vielen Dank an Lovelybooks und den Mira Taschenbuch Verlag für die Leserunde und das Rezensionsexemplar!

  • _-Cinderella-_

    Huhu 🙂
    Das Buch will ich auch unbedingt noch lesen, da mir „My favorite Mistake“ von der Autorin super gefallen hat. Die Meinungen zu ihrem neuen Buch sind ja auch sehr positiv, sodass ich denke, dass es mir auch gefallen wird. Deine schöne Rezension spricht ja auch dafür 🙂

    Liebe Grüße
    Jenny

    • booksinmyworld

      Liebe Jenny,
      wenn dir „My favorite mistake“ gefallen hat, wird dir der 2. Band 100%ig auch gefallen. Du musst es unbedingt lesen!

      Liebe Grüße

      Evi