|Rezension| Seelenkuss mit Himbeereis – Anna Fischer

Eine süße Geschichte, die besser ist als das Cover vermuten lässt

 

 

51aimMopH7LVerlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Taschenbuch: 9,90 Euro
Ebook: 2,99 Euro
Erscheinungsdatum: 22.12.2014
256 Seiten
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„Ich gehörte wohl zu den Frauen, die leider Gottes ihr sterbendes Herz mit einem Zuckerschock wiederbeleben mussten, um dann beim Blick auf die Waage die nächsten bitteren Tode zu sterben. Ein kalorienreicher Teufelskreis.“ (S. 18)

 

Worum geht´s?

»Du hast mich betrogen und nichts auf dieser Welt entschuldigt das.«
Die Werbeagentin Sue Gilinski schließt ein Liebes-Comeback mit ihrem »Mr. Right« Max kategorisch aus, auch wenn dieser seinen dummen Seitensprung bereut. Doch als er aufgrund eines Unfalls im Koma landet, hat sie plötzlich seine Seele an ihrer Seite, mit der sie sich bis auf weiteres arrangieren muss. Das führt natürlich zwangsläufig zu privaten wie beruflichen Turbulenzen …

 

Cover und Titel

Ganz ehrlich: Hätte ich nicht bereits den ersten Roman „der Autorin“ gelesen, hätte ich wohl nicht zu „Seelenkuss mit Himbeereis“ gegriffen, da mich weder Cover noch der Titel wirklich ansprechen. Der Grund dafür ist zum einen, dass ich mir anfänglich unter dem Titel nichts vorstellen konnte und das Cover mir zu mädchenmäßig rosa-pink comic-mäßig ist. Aaaber: Die Qualität des ersten Romans von Anna Fischer und der Klappentext von „Seelenkuss mit Himbeereis“ haben es rausgerissen 🙂

 

Mein Eindruck

Wie soeben bereits erwähnt, hat mir bereits Anna Fischers, „die“ eigentlich Stefan M. Fischer heißt, erster Roman „Traummänner und andere Hirngespinste“, den sie zusammen mit Annika Bühnemann veröffentlicht hat, gut gefallen, weshalb ich mich trotz der anfänglichen Skepsis aufgrund des Titels und Covers darauf gefreut habe, „Seelenkuss mit Himbeereis“ zu lesen.

Von Anfang an hat mir auch dieses Mal wieder der lockere Schreibstil geholfen, mich leicht in der Geschichte von Sue und Max zurecht zu finden. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin Sue, was es leicht macht, sich in sie hineinzuversetzen. Überhaupt ist es teilweise kaum zu glauben, dass dieser Roman von einem Mann geschrieben wurde, denn wie man schon am obigen Zitat erkennt, schafft es Stefan M. Fischer sich sehr authentisch in das  Seelenleben einer Frau hineinzuversetzen, so dass ich als Leserin mich in vielen Punkten wiedererkenne. Außerdem machen viele witzige Dialoge diese Geschichte zu einer amüsanten, kurzweiligen Lektüre, die mir das ein oder andere laute Auflachen entlocken konnten.

Erwähnenswert ist außerdem die Tatsache, dass der Plot eine leicht übersinnliche Note hat (wie der Titel ja bereits andeutet), was wohl nicht jeder Leser mag. Ich fand dieses Element ziemlich originell und unterhaltsam, da es eben nicht typisch für einen Chick-Lit Roman ist.

Typisch für einen Chick-Lit Roman ist hingegen die Tatsache, dass der Plot ziemlich vorhersehbar und das Ende etwas kitschig ist, was auch auf „Seelenkuss mit Himbeereis“ zutrifft. Außerdem bedient sich der Autor diverser Klischees (z.B. ist die Familie von Max eine bayrische Wurstproduzenten-Dynastie), auf die die Geschichte meines Erachtens auch gut hätte verzichten können.

 

Mein Fazit: Mit „Seelenkuss mit Himbeereis“ knüpft Anna Fischer an ihr bisheriges Erfolgskonzept an und präsentiert Chick-Lit Fans eine kurzweilige Wohlfühl-Lektüre, die durch humorvolle Dialoge und eine originelle übersinnliche Note punktet.

Bewertung4

Vielen Dank an Blogg dein Buch und Stefan M. aka Anna Fischer für dieses Rezensionsexemplar.

 

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