|Rezension| Make it count. Liebesfunken – Ally Taylor

Heiß, heißer – Andrew!

 

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Taschenbuch: 9,90 Euro
Ebook: 2,99 Euro
Erscheinungsdatum: 04.09.2015
354 Seiten
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„Ich weiß, dass er ein blöder Arsch ist und ich weiß, dass er mir wehtun würde. Und ich weiß, dass er oberflächlich ist. Aber all das ändert nichts daran, wie ich mich in seiner Gegenwart fühle… Ich bin wie die Brause, die sehnlichst auf das Wasser wartet, sich dann aber leider komplett darin auflöst. Andrew ist mein Wasser. Wenn er in meiner Nähe ist, kribbelt und sprudelt alles in mir. Alles in mir will ihn. Ich möchte die Augen schließen und die Tatsachen ausblenden.“ (S.18)

 

Worum geht´s?

Jahrelang ist Andrew McDougalls Leben eine Aneinanderreihung von Partys, Joints und bedeutungslosen Bettgeschichten mit ebenso bedeutungslosen Frauen – bis er sein Herz an ein Mädchen verliert, das er nicht haben kann, und feststellen muss, dass all das nichts wert ist. Seine unerwiderten Gefühle verfolgen Andrew fast zwei Jahre – bis er auf einer Party Amy begegnet… Sie ist tough, unkonventionell und wunderschön, und Andrew ist sofort fasziniert von ihrer undurchdringlichen Art und diesem trotzigen Ausdruck in ihren Augen… Doch Amy traut Andrew nicht über den Weg, denn sie kennt sein dunkelstes Geheimnis…

 

Cover und Titel

Das Cover von Ally Taylors dritten Band der Make it count Reihe fügt sich (wieder) wunderbar in die Reihe ein. Es unterscheidet sich insofern vom Vorgängerband „Dreisam“ als dass es definitiv sinnlicher ist. Zu sehen sind ein oberkörperfreier heißer Typ mit Dreitagebart (Andrew), der von einer dunkelhaarigen Frau (Amy), die über ihn gebeugt ist, geküsst wird. Inwiefern genau diese Szene sehr aussagekräftig ist, wird im nächsten Abschnitt nochmals thematisiert.

Der Titel „Liebesfunken“ ist von der Autorin wieder überaus passend gewählt, da in diesem Roman wirklich kontinuierlich die Funken zwischen den Protagonisten sprühen.

 

Mein Eindruck

Ally Taylor stellt mich mit ihrem dritten Band der „Make it count“-Reihe vor ein großes Problem. Welches? Meine Rezensionen ihrer beiden anderen „Make it count“-Romane werden langsam unglaubwürdig, wenn ich hier wieder mit einem Superlativ nach dem anderen um mich werfe. Jedes Mal, wenn ich mit einem neuen Buch von ihr beginne, denke ich „Besser als das Vorherige kann es nun wirklich nicht mehr werden. Höchstens genauso gut.“ Gerade mit „Dreisam“ hat sie mich wirklich nachhaltig beeindruckt wie hier zu lesen ist. Mit „Liebesfunken“ – der Geschichte von Amy und Andrew, den wir schon aus „Dreisam“ kennen“, setzt Ally Taylor trotzdem nochmal einen oben drauf bzw. beeindruckt auf andere Art und Weise. Während es in „Dreisam“ vor allem die authentischen Emotionen waren, die mich so mitgerissen haben, ist es in „Liebesfunken“ die stets präsente und bis auf die Spitze getriebene sexuelle Spannung zwischen den Protagonisten.

Die sexuelle Anziehung zwischen den beiden nimmt in der Geschichte mehr Raum ein als im Vorgänger-Roman, dessen Fokus doch eher auf den Gefühlen der Protagonisten lag. Mir gefällt diese Verschiebung der Prioritäten ausgesprochen gut, da die Autorin den Leser damit immer wieder etwas Neues bietet, obwohl das Muster eines New Adult Romans grundsätzlich ja sehr durchschaubar ist. Es ist einfach ein Genuss den beiden Protagonisten bei ihrem Katz und Maus Spiel zu folgen. Dabei spielt es keine Rolle, dass man das gute Ende bereits ahnt – der Weg ist das Ziel und dieser Weg besteht im vorliegenden Roman allen voran aus jeder Menge prickelnder Momente.

Wie bereits von Ally Taylor gewohnt, gelingt es ihr durch die wechselnden Perspektiven zwischen Amy und Andrew deren Empfindungen und Gedankengänge nicht nur glaubhaft sondern auch fesselnd zu inszenieren. Dabei lernt der Leser außerdem nach und nach ihren Charakter kennen, mit denen die Autorin ein Exempel im New Adult Genre statuiert, in dem der klassische „Bad Boy“ zur Abwechslung mal wirklich „bad“ ist und klassische Gegenspielerin in Form eines Mauerblümchens durch eine selbstbewusste Frau, die weiß was sie will, besetzt wird. Gerade Amy ist dadurch eine unglaublich spannende Figur, die sich nicht in eine Schublade stecken lässt.

Sprachlich überzeugt die Autorin wieder einmal auf ganzer Linie mit ihrem unvergleichlich authentischen und mitreißenden Schreibstil. Sowohl Dialoge als auch Emotionen und sexuelle Handlungen werden von ihr stets mit den passenden Worten, die den Leser im Innersten berühren, umschrieben. Immer wenn ich einen „Make it count“-Roman der Autorin lese, bin ich am Ende traurig, dass die Geschichte nur so „wenig“ Seiten umfasst – ich könnte ewig in Ally Taylors Sprache versinken.

Mein Fazit: Auch mit dem dritten Band der „Make it count“-Reihe gelingt es Ally Taylor ihre treuen Leser noch zu überraschen. „Liebesfunken“ überzeugt durch eine stets präsente sexuelle Spannung, bei der – wie der Titel bereits impliziert – die Funken nur so sprühen sowie durch interessante Charaktere, die vom üblichen New Adult Muster abweichen. Wer auf der Suche nach einer Liebesgeschichte mit Happy End Garantie und jeder Menge prickelnder Momente ist, sollte diesen Roman oder am besten gleich alle Bücher der Oceanside-Reihe lesen.

 

bewertung5  

Vielen Dank an Ally Taylor aka meine herzallerliebste Anne Freytag für dieses Rezensionsexemplar.

 

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