|Rezension| Ich liebe dich bis in den Tod – Hannah Jayne

So muss ein Thriller sein: unvorhersehbares Ende!

Kosmos Verlag
Taschenbuch: 12,99 Euro
Ebook: 9,99 Euro
Erscheinungsdatum: 03.04.2014
288 Seiten
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“ ‚(…) Dad und Ehefrau Nummer zwei finden morgen das Geschlecht oder sollte ich sagen: die Spezies ihrer Brut heraus. Danach wollen die beiden garantiert etwas pädagogisch Wertvolles und emotional Befriedigendes mit mir unternehmen, das in ihren Ratgebern für Patchworkfamilien steht.‘ „

Worum geht´s?

„Gern geschehen“ steht auf dem Zettel in Sawyers Schließfach, kurz nach dem Unfalltod ihres Freundes Kevin. Ein kranker Scherz? Oder ein irrer Stalker, der es auf sie abgesehen hat? Als sich die Todesfälle in ihrem Umfeld häufen, bekommt Sawyer Angst. Der Stalker scheint jeden ihrer Schritte zu beobachten. Sawyer kann niemanden mehr vertrauen, auch nicht ihrer neuen Liebe Cooper. Und langsam zieht sich die Schlinge zu…

Cover und Titel

Das Cover von diesem Thriller ist durch seine knallgrünen Hintergrund und der pinken Schrift auf jeden Fall ein Hingucker und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Bei dieser Farbgebung vermutet man auf den ersten Blick nicht, dass es sich dabei um einen Thriller handelt, aber da es ja ein Jugendthriller ist, hat man wohl auf allzu grußlige Cover verzichtet. Mir gefallen die Farben und dass man auf alles andere Überflüssige verzichtet hat. Außerdem wird ja durch den Titel „Ich liebe dich bis in den Tod“ schon klargestellt, dass es sich hier nicht um einen Liebesroman handelt. Der Titel macht definitiv neugierig, führt den Leser allerdings auf eine falsche Fährte was den Ausgang der Geschichte angeht. Der Originaltitel „Truely, Madly, Deadly“ geht natürlich noch besser ins Ohr durch die Assoziation mit dem Savage Garden Song „Truly meadly deeply“.

Mein Eindruck

„Ich liebe dich bis in den Tod“ ist mein erster Roman aus der „Herzblut“-Serie des Kosmos Verlag, die ich bisher auch gar nicht kannte, nach der Lektüre dieses Buches aber definitiv Lust auf mehr habe.
Die Autorin Hannah Jayne entwickelt mit einer einem Jugendbuch angemessenen lockeren Sprache einen spannenden Plot zum immer ernsten Thema „Stalking“, der in der 3. Person erzählt wird, was ich sehr angenehm empfand, da doch die meisten Jugendbücher aus der Ich-Perspektive geschildert werden.
Die Geschichte um Sawyer, die nach dem Tod ihres Freundes plötzlich von einem Stalker terrorisiert wird, hat einen sehr guten Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, bis ich wusste, wer der Stalker war und habe die Geschichte so an einem Abend gelesen. Die Spannung wird dadurch gesteigert, dass nach und nach immer mehr Leute durch verdächtiges Verhalten als Täter in Frage kommen. Die Situation wird für Sawyer immer brenzliger und man spürt förmlich ihre Verzweiflung und möchte sie ständig schütteln und mit schlauen Ratschlägen a la „Mach doch dies! Geh dieser Spur nach! Nein, tu das nicht.“ bedenken.
Der Showdown kommt schnell und absolut überraschend. So und nicht anders muss ein Thriller enden. Es gibt doch wohl nichts Schlimmeres als einen Thriller, bei dem man schon ab Seite 10 eine Ahnung hat, wer der Bösewicht ist.
Teilweise fehlen für meinen Geschmack mehr Details um gewisse Handlungen oder Ereignisse besser nachvollziehen zu können. An manchen Stellen wirkt der Handlungsstrang nicht ausgereift, wodurch auch Authentizität verloren geht und die Geschichte teilweise unglaubwürdig wird.
Mein Fazit: „Ich liebe dich bis in den Tod“ besticht durch einen fesselnden Plot, der sich ernsthaft mit dem Thema „Stalking“ auseinandersetzt und durch das Legen von falschen Fährten in einem absolut unerwarteten Showdown gipfelt. Auch wenn er an manchen Stellen durch unausgereifte Szenene an Authentizität einbüßt, kann ich dieses Buch allen jugendlichen Thrillerfans empfehlen.
Bewertung4
Vielen Dank an den Kosmos Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar!
  • Das hört sich wirklich sehr sehr spannend an! Bücher über das Thema Stalking finde ich immer besonders gruselig! Da werde ich immer so n kleines bisschen paranoid :DD
    Und wenn die Autorin auch noch meine Namensvetterin ist…da kann das Buch ja nur auf meine Wunschliste wandern 😉