|Rezension| Falling into us. Dein für immer – Jasinda Wilder

Nicht ganz so gut wie der erste Band, aber trotzdem empfehlenswert

 

copyright: mira taschenbuch

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Verlag: Mira Taschenbuch
Taschenbuch: 19,99 Euro
Erscheinungsdatum: 10.09.2014
400 Seiten
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          2) Falling into us

 

„Ich konnte seine Liebe für sie in der Art erkennen, wie er ihr die Haare aus den Augen strich, die Art, wie er keine leeren Trostworte sprach, die Art, wie er sie nur hielt und seine Liebe ohne Worte zu ihr sprechen ließ.“ (S. 263)

Worum geht´s?

„Verschwinde.“ Ich seufzte. „Ich liebe dich, Rebecca Noura de Rosa. Und ich werde nicht zulassen, dass du aufhörst zu leben.“ Eigentlich hatte Jason damals mit Nell ausgehen wollen. Doch zu diesem Date ist es nie gekommen. Stattdessen fand er sich in Gesellschaft mit ihrer besten Freundin Becca wieder. Nie hätte er geahnt, dass dieser eine Abend der Beginn einer lebenslangen Reise an ihrer Seite sein würde. Einer Reise voller Tragödien und Triumphe, voller Trauer und Liebe. Kann sich Jason dieser wundervollen Frau als würdig erweisen?

 

Cover und Titel

Das Covermotiv von „Falling into us“ ist angelehnt an das des ersten Bandes „Falling into you“. Gleiches gilt augenscheinlich für den Titel 🙂 Diese Parallelen gefallen mir gut – schließlich soll man auch im Bücherregal erkennen, dass die beiden Bücher zusammengehören. Deshalb muss ich an dieser Stelle auch meine Lobeshymne von „Falling into you“ wiederholen: Mira Taschenbuch hat sowohl das Originalcover als auch den englischen Originaltitel übernommen, was ich toll finde. Lediglich den deutschen Untertitel hätte man sich meines Erachtens sparen können.

Im Vergleich mit dem Coverbild des ersten Bandes gefällt mir jenes von Band zwei nicht ganz so gut. Das liegt zum einen an dem lilafarbenen Grundton, der mir nicht so zusagt, zum anderen an der Pose des Paares, die mir einfach zu langweilig ist. Sie drückt in meinen Augen nichts Konkretes aus.

 

Mein Eindruck

„Falling into you“, der erste Band der „Falling into“-Reihe, hatte mich nachhaltig beeindruckt, weil es sich durch eine unheimliche emotionale Tiefe von der üblichen New Adult Literatur abhob. Da war klar, dass ich den zweiten Band der Reihe unbedingt lesen muss. Während es im ersten Band um Nells und Colts Liebesgeschichte ging, stehen in „Falling into us“ zwei Figuren im Mittelpunkt, die der aufmerksame Leser schon aus dem ersten Band kennt: Rebecca und Jason. Es werden immer wieder Querverweise zum ersten Band gezogen, die denjenigen Lesern, die „Falling into you“ nicht kennen, natürlich nicht auffallen, für die anderen jedoch eine schöne Ergänzung darstellen.
Die Protagonisten Rebecca und Jason sind – wie auch schon Nell und Colt – sehr sympathische und authentische Charaktere. Sie haben Ecken und Kanten und entsprechen nicht dem typischen „schüchternes Mädchen und bad boy“-Schema. Auch ihre Gefühle füreinander werden glaubwürdig und sehr emotional beschrieben, was den Schreibstil der Autorin in meinen Augen unverwechselbar macht. Außerdem gelingt es ihr, den Leser durch einen flüssigen Schreibstil durch die 400-Seiten-Handlung zu führen, ohne sich in zu vielen Details zu verlieren.
Die Geschichte der beiden wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive der beiden Protagonisten erzählt. Diesen Perspektivenwechsel kann man durch entsprechende Überschriften gut folgen. Die erzählte Zeit erstreckt sich über acht Jahre und enthält immer mal wieder Zeitsprünge von ein paar Tagen bis zu mehreren Jahren, die aber ebenfalls durch Überschriften auch als solche gekennzeichnet sind.
Wie schon an meinem Titel der Rezension erkennbar ist, bin ich trotz all der positiven Eindrücke der Meinung, dass „Falling into us“ nicht mit seinem Vorgänger mithalten kann. Dies hat vor allem zwei Gründe: Zum einen wurden für meinen Geschmack dieses Mal zu viele Dramen verarbeitet, die dann aber zum Teil nur oberflächlich aufgelöst wurden. Dann lieber etwas weniger Probleme, die dafür tiefer bearbeitet werden. Zum anderen kratzte mir die Geschichte das eine oder andere Mal zu sehr an der Kitschgrenze. Das trifft vor allem auf das Ende zu. Ich kann hier nicht ins Detail gehen, um nicht zu spoilern. Wer aber an Beispielen interessiert ist, kann mich sehr gern fragen.

Mein Fazit: Mit „Falling into us“ gelingt Jasinda Wilder eine gelungene Fortsetzung des ersten Bandes, die durch vielschichtige Charaktere und einen gefühlvollen Schreibstil besticht. Einzig die emotionale Tiefe, die mir in „Falling into you“ so gut gefallen hat, habe ich hier an einigen Stellen vermisst, weshalb der zweite Band mich nicht so sehr berührt hat wie der erste.

Bewertung4

Vielen Dank an Mira Taschenbuch für dieses Rezensionsexemplar!