|Rezension| Die Achse meiner Welt – Dani Atkins

Hält was das schöne Cover verspricht!

 

Die Achse meiner WeltVerlag: Knaur
Taschenbuch: 9,99 Euro
Ebook: 4,99 Euro
Erscheinungsdatum: 01.08.2014
320 Seiten
Kaufen? Taschenbuch oder Ebook

„Die erste Liebe ist eine außergewöhnliche und wunderbare Erfahrung. Fast jeder Mensch hat eine erste Liebe erlebt, und manche haben vielleicht das große Glück, mit dieser Liebe alt und grau zu werden. Aber für die meisten – es sei denn, man lebt im Märchen – ist die erste Liebe vor allem eine besondere Erinnerung.“ (S. 131)

Worum geht´s?

Rachel ist jung, beliebt, verliebt und wird in wenigen Wochen ihr Traumstudium beginnen. Perfekt. Doch dann geschieht ein schrecklicher Unfall, der ihr alles nimmt. Sie verliert den besten Freund, ihre Zuversicht und die Balance. Jahre später wird ihre Welt zum zweiten Mal auf den Kopf gestellt. Denn als sie nach einem schweren Sturz im Krankenhaus erwacht, ist ihr Leben plötzlich so, wie sie es sich immer erhofft hat. Die damalige Tragödie hat es anscheinend nie gegeben. Ihr bester Freund lebt und ist an ihrer Seite. Wie kann das sein? Und wie fühlt sich Rachel in ihrem neuen Leben – mit dem Wissen über all das, was zuvor geschah?

Cover und Titel

„Die Achse meiner Welt“ ist eines jener Bücher, das ich aufgrund seines wunderschönen Covers einfach unbedingt lesen musste. Ich kann gar nicht in Worte fassen, was genau mich an diesem Cover so anspricht, aber es war einfach Liebe auf den ersten Blick. Die auf einer Linie (Achse) balancierende Frau auf blauem (!) Hintergrund hebt sich von all den klassischen Liebesroman-Covermotiven ab und bildet eine stimmige Einheit mit dem Titel, für den man übrigens eine wirklich schöne Schriftart gewählt hat.

 

Mein Eindruck

Der Debütroman von Dani Atkins überzeugt von Beginn an durch einen dramatischen Einstieg, der einen Unfall schildert bei dem der beste Freund der Protagonistin Rachel ums Leben kommt, weil er ihr das Leben rettet. Geht es noch dramatischer? Wohl kaum! Es ist nahezu unmöglich danach nicht weiterlesen zu wollen.

Nach diesem emotionalen Beginn folgt eine Zäsur und die Geschichte wird fünf Jahre später fortgesetzt. Mit einer unvergleichlich gefühlvollen Art erzählt die Autorin in „Die Achse meiner Welt“ Rachels Geschichte, die 5 Jahre nach dem Unfall stützt und plötzlich in einer veränderten Gegenwart aufwacht – einer Gegenwart, in der ihr bester Freund noch lebt. Natürlich dachte ich als skeptische Leserin erst „Was soll das denn jetzt? Das KANN ja gar nicht sein. Ich will doch keine Märchen lesen.“, aber meine Zweifel verflogen durch Dani Aktins authentischen Schreibstil sehr schnell. Da sie auch ihre Protagonistin darüber im Unklaren lässt was Realität und Fiktion ist, begibt sich der Leser mit Rachel auf die Suche nach der „richtigen Realität“ und auch wenn bei dieser Suche das ein oder andere Klischee bedient wird (bester Freund liebt beste Freundin, die das aber nicht checkt), hat dieser Roman durch die Vermischung von Sein und Schein seinen ganz besonderen Reiz.

Der gelegentlich vorhersehbare Verlauf der Geschichte wird durch ein überraschendes, sehr gelungenes Finale wieder wett gemacht. Allein aufgrund dieses Endes hat dieses Buch die volle Punktzahl verdient.

Und noch ein Hinweis: Unbedingt (!) das Nachwort lesen! Seufz…

Mein Fazit: „Die Achse meiner Welt“ ist ein wunderschöner Liebesroman, der hält was sein originelles Cover verspricht. Dani Atkins bietet dem Leser eine spannende Geschichte über verpasste Gelegenheiten und die Chance alte Fehler wiedergutzumachen. Das überraschende Ende lässt den Leser in leichter Schockstarre, mit Gänsehaut und zutiefst berührt zurück. Und spätestens nachdem man das Nachwort gelesen hat, bleibt kein Auge mehr trocken. Kaufen und lesen!

bewertung5