|Rezension| Keim des Zweifels – Sandra Bräutigam

Unrealistisch und unspannend – nicht gerade gute Voraussetzungen für einen Thriller…

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copyright: dotbooks

Verlag: Dotbooks

Ebook: 4,99 Euro
272 Seiten
Erscheinungsdatum: März 2014
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Worum geht´s?

„Victor war ehrlich zu ihr. Und das war das Wichtigste.“ Wie falsch sie mit dieser Annahme liegt, merkt Stella erst, als es beinahe zu spät ist.
Die dreißigjährige Journalistin Stella Bartholdy verliebt sich in den berühmten Genforscher Victor Degan. Hals über Kopf heiraten die beiden, und sie folgt ihm nach Dubai, wo er seine Forschungen betreibt. Victor arbeitet an einem ehrgeizigen Projekt: Er will das Alter besiegen. Zunächst ist Stella ungemein fasziniert von ihrem charismatischen Mann, doch dann beginnt die Fassade zu bröckeln.
Schon bald ist sich Stella nicht mehr sicher, ob sie Victor vertrauen kann. Schließlich erfährt sie am eigenen Leibe, wie weit ihr Partner für seinen Traum vom ewigen Leben zu gehen bereit ist …

Cover und Titel

Der Titel hatte mich ein bisschen an die Bücher von Jodi Picoult erinnert, weshalb ich mir das Buch genauer angeschaut habe. Auch wenn ich nicht der große Thriller-Fan bin, fand ich den Klappentext spannend. Das Covermotiv hat eigentlich nichts mit dem Inhalt zu tun, was ich schade finde. Ich bin der Meinung, dass ein Cover den Inhalt des jeweiligen Buches verkörpern sollte oder doch zumindest einen Hinweis darauf geben sollte, um was es geht. Das ist bei „Keim des Zweifels“ leider nicht der Fall.

Mein Eindruck

In diesem Thriller geht es nicht – wie von mir vermutet – um das Zwischenmenschliche, die Psyche der Protganistin, sondern um das Thema „genetische Forschung“ bzw „ewige Jugend“. Die Autorin, Sandra Bräutigam, ist studierte Biologin und das merkt man auch. In „Keim des Zweifels“ wird sehr viel Fachwissen verarbeitet und verständlich für Außenstehende wiedergegeben. Für meinen Geschmack war das aber leider zu viel des Guten. Ellenlange Passagen über genetische Forschungsergebnisse haben mich gelangweilt und dem Buch seine Spannung genommen. Ich habe mich außerdem ständig gefragt: was will die Autorin mit diesem Buch vermitteln? Eine authentische Geschichte oder Science Fiction? Ich konnte mir die Frage bis zum Schluss nicht beantworten. Für eine glaubwürdige Geschichte waren die zwischenmenschlichen Beziehungen leider absolut unglaubwürdig dargestellt. Eine erwachsene, erfolgreiche Frau lernt einen Professor kennen, beschließt nach einer Woche mit ihm nach Dubai auszuwandern und ihn vorher auch noch zu heiraten, weil man in Dubai nicht unverheiratet als Mann und Frau zusammenleben darf? Also bitte! Nie im Leben! Ich erwarte ja bei einem Thriller keine tiefgreifende Liebesgeschichte, aber das ist mir einfach zu oberflächlich. Und das gilt leider für alle Aspekte des Buches außer die Thematik der genetischen Forschung. Und dann das Ende: man ahnt es, aber eigentlich will man es nicht wahr haben… Dann kommt es doch so und es ist leider symptomatisch für das ganze Buch…
Mein Fazit: Auch wenn die Autorin zweifellos Fachkenntnisse über das von ihr geschilderte Thema besitzt, konnte mich dieser Thriller nicht überzeugen. Schuld daran waren die fehlende Authenzität des Zwischenmenschlischen und die nicht vorhandene Spannung. Schade! Trotzdem gibt es noch 2 Bücherstapel, da ich das Buch immerhin zu Ende gelesen habe.
Bewertung2
Vielen Dank an den bloggdeinbuch und dotbooks für dieses Rezensionsexemplar!
  • Hey,
    habe das Buch auch gelesen und am liebsten nach den ersten 30 Seiten aufgegeben. Aber ich musste es ja auch zu Ende lesen.
    Ich finde, dem Buch fehlt es an allem!
    Von mir gab es leider keinen Punkt.
    LG Susanne

    • Da hast du nicht ganz unrecht… Ich habe auch seit langem nicht mehr sowas Schlechtes gelesen und mein Bedarf an Thrillern ist auch erstmal gedeckt… Schade!

      Liebste Grüße
      Evi