Karfreitagsmord – Bea Rauenthal

Eine Fortsetzung, die noch besser ist als ihr Vorgänger

Taschenbuch
9,99 Euro 
  384 Seiten 
Erscheinungsdatum: 04. Januar 2014
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Worum geht´s?
Jo hatte gehofft, dass ihre unfreiwillige Zeitreise ins Mittelalter ein einmaliger Vorfall bleiben würde… Bis sie sich nach dem Fund der nächsten Leiche, diesmal aus dem neunzehnten Jahrhundert, als gnädiges Fräulein in der Kaiserzeit wiederfindet. Tatkräftig und mit viel Einfallsreichtum muss sie nun zusammen mit ihrem Kollegen Lutz, der zum Glück auch wieder mit ihr in die Kaiserzeit gereist ist, einen eiskalten Frauenmörder dingfest machen.
Cover und Titel:
Das Cover ist sehr nah am Cover des ersten Bandes „Dreikönigsmord“ angelehnt. Die beiden bilden im Regal eine schöne Einheit. Auch der Titel passt hervorragend zum Vorgänger. Ich muss sagen, dass ich mich wohl nicht für die Bücher interessieren würde, weil ich mit den Titeln eine kirchliche Thematik assoziere, also ein Mordfall im Kirchenmilieu. Das Kirchliche spielt auch im ersten Band eine größere Rolle, im zweiten allerdings gar nicht. Auch wenn die Bücher so natürlich eine homogene Reihe bilden, bin ich nicht sicher, ob die Titelwahl so glücklich ist, da man im ersten Moment vielleicht falsche Schlüsse vom Titel auf den Inhalt zieht. 
Mein Eindruck:
Nachdem mir schon Bea Rauenthals erster Band „Dreikönigmord“ gut gefallen hat (Rezension gibt es hier), obwohl ich gar kein großer Krimifan bin, konnte ich es kaum erwarten den zweiten Band zu lesen. Während der 1. Roman das Ermittlerduo ins Mittelalter verschlägt, wofür ich mich jetzt nicht sooo interessiere, führt sie die 2. Zeitreise in die Kaiserzeit des 19. Jahrhunderts – eine Epoche, die mich mehr anspricht als das Mittelalter.
Mit lockerem und witzigen Schreibstil schildert Bea Rauenthal die Erlebnisse des Ermittlerduos Jo(sepha) und Lutz, deren ständigem Schlagabtausch noch etwas mehr Raum gegeben wird als im Vorgänger-Roman. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass die Gefühle und Gedanken der Protagonisten mehr in den Vordergrund gerückt wurden, was mir sehr gut gefallen hat. Neben dem üblichen „Wer ist wohl der Mörder?“, was natürlich den Spannungsbogen aufrecht erhält, will man auch unbedingt erfahren wie es mit Jo und Lutz weitergeht, die sich trotz aller Frotzeleien langsam näher kommen.
Wie auch in „Dreikönigsmord“ stellt die Autorin außerdem die Gepflogenheiten der Zeit glaubwürdig dar- so ist „Karfreitagsmord“ nicht nur ein spannender Krimi rund um einen Frauenmörder, den es dingfest zu machen gilt, sondern gleichzeitig noch eine Lehrstunde in Sachen deutscher Geschichte. 

Vielen Dank an den List Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!