Into the deep – Samantha Young

Eine Geschichte über die erste Liebe

Normalerweise sollte man bei einer Buchbesprechung mit dem Positiven anfangen. Ich mache es dieses Mal umgedreht und muss erst einmal ein paar Worte zu Cover und Titel verlieren:
Das Cover finde ich für die Story absolut unpassend. Ein halbnacktes, verwegen in die Kamera schauendes Mädchen… Ich denke da sofort an einen erotischen Roman. Den Titel „Into the deep“ finde ich wiederum passend zur Geschichte. Er ist kraftvoll und macht zu gleich neugierig. Aber warum bitte noch der Untertitel „Herzgeflüster“? Das klingt für mich nach einem kitschigen „Groschen-Julia-Roman“. Alle drei Elemente (Titel, Untertitel und Cover) passen meines Erachtens a) nicht zusammen und b) nicht zum Inhalt des Romans.
Nun aber genug geschimpft und zum Inhalt: 
Die Studentin Charley macht ein Auslandsjahr in Edinburgh und trifft dort bei einer Party auf ihren Exfreund Jake, den sie seit 4 Jahren nicht gesehen hat und der zu allem Überfluss auch noch ein Mädchen im Arm hält. Sofort wird klar, dass es sich hier nicht um irgendeinen Ex handelt, sondern dass die beiden eine ganz besondere Beziehung gehabt haben müssen und dass Jake Charley damals verlassen hat. 
Die Geschichte wird nun abwechselnd im Jetzt (2012) und in der Vergangenheit (2008) erzählt. Ich mag eine solche Erzählweise sehr, da die Spannung so fast bis ins Unerträgliche aufrecht erhalten wird. Lediglich am Ende des Romans ging mir dann alles etwas zu schnell.
Die Autorin stellt Gefühle jeglicher Art absolut überzeugend dar und schafft es den Leser mit einer einfachen (teilweise für meinen Geschmack zu vulgär), aber dennoch sehr flüssigen Sprache an das Buch zu fesseln. Die Charaktere waren sympathisch, wenn es auch schwer fällt sich in sie hineinzuversetzen, da irgendwie alle unglaublich attraktiv und sexy zu sein scheinen. 

Insgesamt ist „Into the deep“ ein sehr gefühlsbetonter, leichter und unterhaltsamer Liebesroman mit erotischen Szenen, der mich gefesselt hat und auf dessen Fortsetzung ich mich freue. 
Wegen dem abrupten Ende und der Gestaltung von Cover und Titel muss ich einen Stern abziehen und vergebe deshalb 4 von 5 Sternen.