Ein Garten im Winter – Kristin Hannah

Fesselnder Familienroman über die Last der Vergangenheit

  Taschenbuch
8,99 Euro 
  507 Seiten 
Erscheinungsdatum: 09. Dezember 2011
Kaufen? Verlag oder amazon
Worum geht´s?
Als ihr geliebter Vater stirbt, verlieren die ungleichen Schwestern Meredith und Nina Whitson ihren größten Rückhalt. Auf dem Totenbett hat er ihnen das Versprechen abgenommen, sich um die Mutter zu kümmern, die ihr Leben lang kalt und abweisend zu ihren Töchtern war. Während Nina wieder in Kriegsgebiete reist, um dort als Fotografin zu arbeiten, versucht Meredith ihr Bestes, sich um Ihre Mutter, die Firma des Vaters und ihre eigene Familie zu kümmern. Doch nach und nach geht alles schief, sie steht kurz vor einem Zusammenbruch und als auch noch Nina wieder auftaucht und die Mutter aus dem Pflegeheim holt, in das Meredith sie gegeben hat, eskaliert die Situation…
Cover und Titel
Zunächst zum Titel: Würde mir der Titel einfach so begegnen, ohne dass ich die Autorin dazu kennen würde, würde er mich vermutlich nicht ansprechen. „Ein Garten im Winter“ klingt doch eher nach einem Roman für eine ältere Dame. Das Cover macht dann schon etwas neugieriger, aber überzeugt mich an sich auch nicht. Kennt man jedoch den Inhalt des Romans, wird man feststellen, dass sowohl Titel als auch Cover mehr als passend sind. Im Cover stecken so viele Details (3 Frauen, der Schmetterling, Apfelblüten, Winterlandschaft, klarer Sternenhimmel), die alle eine wichtige Rolle im Roman spielen. Insofern finde ich sowohl Titel als auch Cover absolut gelungen. 

Mein Eindruck:
Dies war mein drittes Buch der Autorin. Bisher hatte ich „Zwischen uns das Meer“ und „Wie Blüten im Wind“ von ihr gelesen (Rezensionen gibt es hier und hier). Beide Romane hatten mich so sehr berührt, dass ich unbedingt ein weiteres Buch der Autorin lesen musste. 

Die Geschichte von „Ein Garten im Winter“ ist komplex konstruiert- vielen löst sich wirklich erst zum Ende auf. Der Spannungsbogen zieht sich kontinuierlich durch die Geschichte, weshalb sich der Roman trotz seiner 500 Seiten wirklich flüssig lesen lässt. Das Ende ist übrigens – typisch für Kristin Hannah – perfekt. Es ist immer ein bisschen wie man es erwartet, aber mit einem Überraschungsmoment, der absolut nicht vorhersehbar ist. 
Obwohl vor allem die Charaktere der Schwestern sehr überzeugend dargestellt sind und mir beide trotz ihrer Gegensätzlichkeit ans Herz gewachsen sind, hat mich die Geschichte nicht so berührt wie ich es von den Roman der Autorin gewohnt bin. Die Gründe dafür liegen wohl im Charakter der Mutter, der mich nicht restlos überzeugen konnte und der Tatsache, das die Thematik „2. Weltkrieg“ eine sehr große Rolle im Roman spielt. 

Nichtsdestotrotz ist „Ein Garten ein Winter“ ein empfehlenswertes Buch, das teilweise sogar Züge eines historischen Romans hat.