Ein ganzes halbes Jahr – Jojo Moyes

Erst skeptisch, dann begeistert!


Ich habe mir das Buch aufgrund der sehr guten Bewertung bei Amazon, dem Klappentext und dem süßen Cover gekauft. Die Rezensionen zu den Bewertungen habe ich mir nicht durchgelesen, da ich nicht schon alles vorher wissen wollte.
Als ich begonnen habe das Buch zu lesen, dachte ich während des ersten Viertels: Was soll das? Ist doch eine billige Kopie von „Ziemlich beste Freunde“ (Der Film war toll, aber eine Kopie der Story hätte ich trotzdem blöd gefunden): 

Armes, einfach Mädchen wird widerwillig Pflegerin eines störrischen, gutaussehenden Mann im Rollstuhl, die sich im Laufe der Zeit anfreunden. Gähn! Warum finden das alle so toll, habe ich mich immer wieder gefragt? Diese Frage konnte ich mir dann ganz klar im Laufe der Story beantworten. Weil sich das Buch von den üblichen Happy End- Storys unterscheidet! Die Pflegekraft Lou bekommt zufällig mit, dass Will, der Mann im Rollstuhl, versucht hat sich das Leben zu nehmen und dass er danach mit seinen Eltern einen Deal ausgehandelt hat: er bleibt noch ein halbes Jahr am Leben und dann bringen sie ihn in die Schweiz, in der Sterbehilfe legal ist, wo er seinem Leben ein Ende setzen kann. Lou ist erst geschockt, dass sie somit als Aufpasserin eingestellt wurde, die Will davon abhalten soll, sich schon vorher das Leben zu nehmen. Im weiteren Verlauf freunden sich die beiden immer mehr an und aus Freundschaft werden tiefere Gefühle, so dass sie den Entschluss fasst ihn von seiner Entscheidung abzubringen. Bis zum Schluss hoffte ich auf ein Happy End: sie überzeugt ihn wie schön das Leben trotz seiner Behinderung sein kann und alle sind glücklich bis an ihr Lebensende. Doch falsch gedacht. Für Will ist es nicht das Leben, das er leben will, trotz seiner starken Gefühle für Louisa… Das Buch ist unheimlich traurig, aber auch unglaublich schön und wegen dem nicht vorhandenen Happy End so realitätsnah.

Von mir ganz klar 5 von 5 Sternen!

  • Du liebe Güte.. Ich lese es gerade und bin ganz fertig :/ Ich habe mir ein Happy End gewünscht. Jetzt will ich das Ende am Liebsten nicht lesen. Bin gespannt wie ich es dann bewerte 🙂

  • Der Vergleich zu „Ziemlich beste Freunde“ drängte sich mir auch sofort auf. Aber dann wurde es eben doch anders als erwartet, richtig gut, aber auch richtig traurig, nachdenklich.
    In die Protagonisten konnte ich mich hineinfühlen, in die Locations leider nicht so ganz… Das war etwas merkwürdig. Dennoch, unbedingt lesenswert! LG

  • Das Buch ist noch auf meiner Wunschliste, das will ich auch bald lesen. Ich hab mir mal eine Leseprobe geholt und es hat mir gleich gefallen. Den Film „Ziemlich beste Freunde“ kenn ich noch nicht, da kann ich dann zum Glück keine Vergleiche ziehen 😉