Ein Engel im Winter – Guillaume Musso

Dickens Weihnachtsgeschichte mal anders…

Taschenbuch
9,99 Euro 
  416 Seiten
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Worum geht´s? 
Nathan Del Amico ist Ende 30, erfolgreicher Anwalt in einer New Yorker Kanzlei und dennoch nicht glücklich. Seine Frau Mallory, die schon seit frühester Kindheit an seiner Seite steht, hat ihn verlassen und auch seine Tochter Bonnie mitgenommen. Zwei Wochen vor Weihnachten taucht plötzlich ein geheimnisvoller Arzt bei ihm auf, der Nathan irgendwie bekannt vorkommt und ihm ein beunruhigendes Angebot macht, das Nathans Leben auf dramatische Weise verändern wird.  
Cover und Titel:
Der Titel ist leicht romantisch verklärt, passt aber gut zum Inhalt. Der Originaltitel „Et après…§ bedeutet übersetzt soviel wie „Und danach…“, was mir noch besser gefällt, weil es einfach geheimnisvoller klingt. Das Cover finde ich in Ordnung: ein Geschäftsmann (impliziert der Mantel) auf einem einsamen Weg im Schnee- das könnte man als Metapher für den einsamen Weg Nathans deuten. Ingesamt fügt sich das Cover gut in die bisherigen Cover vom Mussos Büchern ein und ergibt in meinem Regal ein stimmiges Bild 🙂
Mein Eindruck:
„Wenn ich an die Zukunft denke, sage ich von nun an nicht mehr ‚ich werde‘, sondern ‚wir werden‘. Und das ändert alles.“ (aus „Ein Engel im Winter“)
 
Dies ist mein 6. Buch von Guillaume Musso. Ich liebe einfach sein Talent eine Liebesgeschichte mit einer spannenden Story, die fast schon Krimicharakter hat, zu verbinden und dabei den Leser so mitzunehmen, dass das jeweilige Roman auch noch eine Weile nachwirkt.
Auch in diesem Roman wird wieder eine wirklich schöne Liebesgeschichte, die aber zunächst eher im Hintergrund steht, mit einer spannenden Story verknüpft. Nach und nach klärt sich erst auf, was dieser geheimnisvolle Arzt eigentlich will und warum er Nathan so bekannt vorkommt. Spannend finde ich auch die gelegentlichen Zeitsprünge in der Geschichte. Obwohl sich der Großteil der Geschichte in der Gegenwart abspielt, wird immer mal wieder in Nathans und Mallorys Vergangenheit zurückgeblickt, was die Spannung nur noch mehr erhöht. Das Ende ist unvorhersehbar, was mir bei Romanen ganz besonders wichtig ist.
Einen Bücherstapel muss ich allerdings abziehen, weil die Story mich dieses Mal einfach nicht so bewegt hat wie bei den letzten Büchern von Guillaume Musso. Obwohl alle Protagonisten glaubwürdige und sympathische Charaktere hatten, konnte ich mich nicht richtig in sie heinversetzen. Nichtsdestotrotz ist „Ein Engel im Winter“ ein schöner Roman, den man unbedingt in der Vorweihnachtszeit lesen sollte (ich war ein bisschen spät dran).

Vielen Dank nochmals an den Piper Verlag, der mir dieses schöne Buch als Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt hat.