Echo – Jan Christophersen

Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich dieses Buch mag!

Hardcover
  18,00 Euro 
  224 Seiten 
Erscheinungsdatum: 11. März 2014
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Worum geht´s?
Er ist ein Weggeher, sie eine Zuhausebleiberin, und trotzdem sind sie Freunde: Während einer Klassenfahrt an die polnische Ostsee im Spätsommer 1989 nimmt die Geschichte zwischen Gesa und Tom, dem Gitarristen der Schulband, ihren Anfang, später trennen sich die Wege der beiden und kreuzen sich doch immer wieder. Tom konzentriert sich auf seine Musikerkarriere und reist mit seiner Band um die Welt. Gesa bleibt in Flensburg, gründet eine Familie und ist da, wenn ihr alter Freund zu Besuch kommt. Zwischen Toms seltenen Besuchen sind die Postkarten, die er Gesa von unterwegs schreibt, ihre einzige Verbindung.
Eines Tages steht für Toms Band ein wichtiger Auftritt bevor, der den musikalischen Durchbruch bedeuten könnte. Doch es kommt anders als geplant, und die Freundschaft zwischen Tom und Gesa wird auf eine harte Probe gestellt.

Cover und Titel:

Der Titel sagt erstmal nicht viel aus, macht aber definitiv neugierig. Nach dem ersten Teil des Romans wird aber schnell deutlich, was es damit auf sich hat und das Echo zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Das hat mir wirklich gut gefallen. 
Was das Cover angeht, so dachte ich beim 1. Blick auf die Miniaturversion des Covers, dass dort ein Mann und eine Giraffe abgebildet sind 🙂 Da war mein 1. Gedanke „Nicht mein Fall.“ Als ich es dann angeklickt habe und sah, dass die Giraffe eine Gitarre ist, war ich sofort angefixt 🙂
Mein Eindruck:
Bei diesem Buch eine umfassende Rezension zu verfassen, ohne zu spoilern, ist unmöglich. Deshalb fällt es mir dieses Mal auch wirklich schwer, eine Rezension zu verfassen. 
Zunächst zum Formalen: Richtig gut gefallen hat mir die Unterteilung des Romans in 3 Zeitabschnitte (1989, 1999, 2004), bei denen immer die Begegnungen zwischen Tom, dem Weltenbummler und Gesa, der Zuhause-Bleiberin, im Mittelpunkt stehen. Zudem gibt es immer noch Rückblicke aus Gesas Perspektive, die die wichtigsten Momente aus der Zeit dazwischen schildern. Und dann sind da noch Toms Postkarten, die er Gesa in regelmäßigen Abständen von den verschiedensten Orten schickt. Deren kurze Texte sind ein wichtiger roter Faden in der Geschichte- genauso wie das Echo, welches Titelgeber der Geschichte ist.

Der Schreibstil von Jan Christophersen ist sehr flüssig und definitiv fesselnd.Der Verlauf der Geschichte ist immer wieder überraschend und auch insgesamt geht die Geschichte in eine andere Richtung als ich nach dem Klappentext vermutet habe, bei dem von „Seelenverwandtschaft“ die Rede ist. Insgesamt mag ich aber dieses Konfuse und dass man nicht weiß, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt. Die Gefühle der Protagonistin Gesa wurden authentisch dargestellt- mehr kann ich dazu leider nicht schreiben, ohne zu spoilern. Das Ende des Romans kommt plötzlich und überrascht, passt aber definitiv zur Grundstimmung der Geschichte.
Insgesamt fällt es mir schwer zu entscheiden, ob ich diesen Roman mag oder nicht. Definitiv ist er allein durch seine Erzählstruktur etwas Besonderes und der Schreibstil des Autors ist angenehm unaufgeregt. Trotzdem bleiben für meinen Geschmack einfach zu viele Fragen offen. Er lässt mich als Leser einfach mit einem unbefriedigten Gefühl zurück.