Das Glück ist ein flüchtiger Dieb – Johanna Wasser

Spannende Idee, aber noch in der Beta-Version

Zum Cover:

Das Cover von „Das Glück ist ein flüchtiger Dieb“ spricht mich nicht so an. Das Türkisblau ist mir einfach zu krass und tut schon fast in den Augen weh. Das Motiv an sich passt aber gut zum Inhalt. Vielleicht könnte man einfach noch ein bisschen an der Farbgebung drehen und auch die Formatierung des Titels überdenken. Die Zweiteilung der Schriftart finde ich nicht so gelungen, den Titel an sich aber sehr schön. 

Zum Inhalt:

Dem erfolgsversessenen Werbeagenturchef Steffen fällt als Fundstück im Hausflur der Reisebericht seiner seit Monaten verschwunden Nachbarin Sophie in die Hände. Zunehmend fasziniert taucht er in das fremde Leben ein und fasst bald den verhängnisvollen Plan, daraus einen Roman zu machen. Denn das Tagebuch beginnt mit den Worten „Wenn jemand dieses Tagebuch liest, bin ich vermutlich tot“, was Steffen die Sicherheit gibt, mit seinem Betrug nicht aufzufliegen. Doch sein Plan geht nicht auf…

Mein Eindruck:

Puh, das Buch musste ich wirklich erstmal setzen lassen, bevor ich mich an die Rezension setzen konnte. Zunächst einmal muss ich betonen, dass es sich bei der von mir gelesenen Version des Buches um eine Art Beta-Version gehandelt hat. Das stellte sich allerdings erst später heraus, was mich etwas geärgert hat, da ich das Buch quasi unter falschen Vorzeichen begonnen habe zu lesen. Sicherlich der Beta-Version geschuldet, beinhaltete das Ebook sehr viele orthografische Fehler. Was Tippfehler angeht, bin ich echt empfindlich, weil ich ich der Meinung bin, dass die leicht zu vermeiden gewesen wären, aber okay, es war ja schließlich eine Testversion. Nun aber zum eigentlichen Inhalt:
Das Konstrukt des Romans an sich ist sehr, sehr kreativ und vor allem das Ende absolut anders als erwartet. Ich dachte mir einfach nur: „Krass!“ Allein deshalb ist das Buch schon lesenswert. Der Protagonist Steffen war mir zu Beginn überaus unsympathisch: ein karrieregeiler Typ, der auch noch mir nichts dir nichts seine Freundin betrügt. Im Laufe der Geschichte entwickelt er sich aber zu einem sympathischen Kerl. 
Insgesamt lässt sich festhalten: ein spannender Roman, der zwar noch einige Schwächen aufweist, aber nach einer erneuten Überarbeitung auf jeden Fall aufgrund seiner außergewöhnlichen Geschichte durchaus lesenwert ist.