|Bloggesichter| Blogvorstellung: Ramona von Kielfeder

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Hallo ihr Lieben

und herzlich Willkommen bei unserer Blogparade „Wir geben unsern Blogs ein Gesicht“.

Nachdem euch Ramona bereits Sabrina von Bookwives vorgestellt hat, habe ich heute die Ehre euch Ramona und ihren Blog Kiefeder vorzustellen. Am 24.04.2015 könnt ihr dann bei Maike & Mareike von Herzpotential etwas über mich erfahren.

Wie schon in unseren Ankündigungs-Beiträgen zu lesen war, wurde diese Blogparade von Ramona ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Menschen hinter den Blogs kennenzulernen, von denen man bisher doch nicht viel mehr als den Namen weiß. Insgesamt sind wir 14 Teilnehmer, die gegenseitig ihre 13 Blogs vorstellen.

Ramonas Blog „Kielfeder“ verfolge ich fast seit Beginn meiner Bloggkarriere. Ich mochte ihren einprägsamen Blognamen und ihr schlichtes Design auf Anhieb. Aber das allein hat natürlich noch nicht zur Folge, dass man einen Blog regelmäßig liest. Schließlich muss vor allem der Inhalt überzeugen. Und das tut er. Ramona hat einen ähnlichen Buchgeschmack wie ich. Findet sie ein Buch blöd, das ich auf meiner Wunschliste habe, kaufe ich es auch nicht. Ich verlasse mich da ganz auf ihren guten Geschmack 🙂 Ihre Rezensionen sind aussagekräftig, sprachlich ansprechend und kompakt – genauso wie ich sie am liebsten lese.

Im März haben wir uns übrigens persönlich auf der Leipziger Buchmesse kennengelernt. Bis dato wusste ich noch gar nicht, dass sie beim Ullstein Verlag arbeitet – was für ein Traum! Es hat mich jedenfalls riesig gefreut, endlich den Menschen, der hinter Kielfeder steckt, kennenzulernen. Ab diesem Zeitpunkt liest man den Blog gleich nochmal ganz anders. Deshalb freut es mich ganz besonders, euch heute Ramona vorstellen zu dürfen, die hinter einem meiner Lieblingsblogs steckt, vorstellen zu dürfen.

  1. Wer versteckt sich hinter Kielfeder? Erzähl etwas über dich!

copyright: Ramona

copyright: Ramona

Hinter Kielfeder verbirgt sich ein riesengroßer Tollpatsch mit einer ebenso riesengroßen Liebe zum Lesen.

Ich meine das ernst. Jeder Tisch, jeder Stuhl, jede noch so weit entfernte Kante ist meine. Außerdem würde ich mich in meinem eigenen Viertel verlaufen. Als irgendwer Talent zur Orientierung vergeben hat, hatte ich mich definitiv gerade verlaufen.

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Könnte auch gut als Werbebild für Essie durchgehen :-)

 

Wenn ich sicher und unverletzt zu Hause bin, dann bin ich ein totaler Freak was Nagellacke anbelangt. Ich habe ziemlich viele davon und ich liebe sie alle. Wenn mir gerade mal wieder die Inspiration für eine neue Farbe fehlt, dann muss auch schon mal mein Bruder für mich wählen… 🙂 Aber seit einiger Zeit kann ich einfach nicht genug Rottöne haben.

 

Hm, meint Ramona jetzt den linken oder rechten Hunf? :-)

Hm, meint Ramona jetzt den linken oder rechten Hund? :-)

Wenn ich nicht zu Hause bin, dann vermisse ich meinen großen, stürmischen, äußerst plüschigen Knutschhund. Wenn ich zu Hause bin, dann geht’s rund. Ich kann es nicht lassen, sie zu ärgern, was natürlich irgendwie beiderseitig angelegt ist. So vergeht die Zeit und ich liebe sie einfach über alles.

Ich bin ein Blumenmädchen, kann aber bestimmt nicht mal einen Stein am Leben erhalten. Wenn die Sonne scheint, bin ich die erste, die draußen liegt und trotzdem mag ich den Winter lieber. Ich habe totale Höhenangst, bin aber fest entschlossen, mal einen Fallschirmsprung zu wagen.

Wie man liest, bin ich ein Mensch voller Widersprüche, der sich zwar gefühlt keinen einzigen Filmtitel merken kann, den er mal gesehen habe, dafür aber noch von dem 3. Gelesenen Buch am 5. Mittwoch des 21. Monats die Handlung wiedergeben kann. Also so ungefähr. Ich bin ganz harmlos. Selbst wenn ich es nicht wäre, Überraschungen kann ich ganz schlecht für mich behalten. Früher habe ich meiner Familie die Weihnachtsgeschenke immer viel zu früh gegeben, einfach, weil ich nicht warten konnte, ob es ihnen gefällt. So haben sie vor Weihnachten immer ein paar kindliche Geschenke mehr bekommen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ein letzter Fakt, der sich hinter Kielfeder versteckt: Wenn ich erst mal angefangen habe, kann ich nicht mehr aufhören… 😉

  1. Wie bist du zum Bloggen gekommen und wie lange bist du schon dabei?

Vor dem Bloggen habe ich schon länger die verschiedensten Webseiten aufgebaut und mit meinem Schickschnack gefüllt. Seit ich wusste, was das Internet (fast) alles kann, teilte ich mit Freude die (für eine damals elfjährige) unglaublich wichtigen Kleinigkeiten des Alltags.

Richtig angefangen mit dem Bloggen habe ich dann aber 2010. Da war ich 15 und ich hätte niemals gedacht, dass ich das so lange machen würde. Ich hätte auch niemals erwartet, dass so viel daraus erwächst und entsteht und auch nicht, dass das Bloggen zu so einem wichtigen Teil meines Lebens werden würde.

  1. Wie ist der Name von deinem Blog entstanden?

Das ist schon eine Weile her. Ich war mal in einem Forum unterwegs, da nannte sich jemand „Stippenlift“. Versteht man das? Kommt von Lippenstift. Das fand ich total cool und so habe ich dann das Wort Federkiel einfach nach meinen Wünschen neu gestaltet. Ich weiß gar nicht mehr, warum ausgerechnet Federkiel, aber für mich war von Anfang an klar, dass es bereits damals schon zu viele Blogs gab, die mit dem eigenen Namen + Bücherkiste, etc. benannt waren. Kielfeder erschien mir da sehr eigenwillig und kreativ.

  1. Wie bindest du deinen Blog in deinen Alltag ein?

Das passiert irgendwie automatisch. Auf Arbeit in der Pause, wenn ich arbeite und etwas aufschnappe, in meiner Freizeit, wenn ich Lesungen besuche und automatisch an halbwegs ordentliche Fotos für den Blog denke. Meine Leidenschaft ist (fast) immer allgegenwärtig und so ist er ein unumstößlicher Teil meines Lebens geworden.

  1. Wie sortierst du dein Bücherregal?

Momentan habe ich Taschenbücher und Hardcover getrennt. Sieht irgendwie schöner aus. Dann habe ich den Versuch unternommen, es genretechnisch zu sortieren und jeweils da dann nach dem Autor. So steht fast alles zusammen, was zusammen gehört.

Allerdings bin ich ja neuerdings total von den farblichen Sortierungen anderer Regale angetan. Einfach nur wunderschön! Kennt ihr das, dass ihr manchmal einfach nur ewig lange anderer Leute Bücherregale anschmachten könntet? 🙂

  1. Konntest du schon jemanden in deiner Umgebung mit deiner Leidenschaft anstecken?

Ich würde sagen, die meiste Zeit meines Lebens habe ich andere Leute damit abgeschreckt… 🙂

Schlechte Erfahrungen, was meine Lesesucht anbelangt, habe ich leider sehr viele sammeln müssen. Dadurch habe ich mich aber nur noch mehr darin vergraben. Da ich jetzt quasi an der „Quelle allen Übels“ arbeite, bin ich hier nicht mehr allein. Hier kann ich dafür aber auch niemanden anstecken. Hier lesen beinahe alle mit unglaublicher Leidenschaft und Intensität und das ist eine sehr angenehme Erfahrung!

  1. Hast du schon mal negative Erfahrungen (enttäuschte Autoren nach weniger guten Rezensionen; verärgerte andere Blogger,…) beim Bloggen gemacht?

Bis jetzt hat mich zum Glück noch kein Autor enttäuscht angeschrieben, weil ihm oder ihr seine Rezension nicht passte.

Schlechte Erfahrungen habe ich in der Hinsicht gemacht, dass vor 2 oder 3 Jahren mehrere meiner Rezensionen geklaut und dann neu veröffentlich wurden. Das war eine ziemlich aufwühlende und insgesamt sehr schlauchende Erfahrung. Der Ärger, diese ganzen unbenennbaren Gefühle, das war echt nicht schön. Immer wenn ich dann lese, dass es wieder passiert, dass ein neuer Blog mit fremden Worten gefunden wurde, dann zucke ich innerlich zusammen.

Aber zum Glück war ich damals nicht als einzige betroffen und als Zeichen der Solidarität, aber auch um uns auszutauschen, haben wir uns zusammengeschlossen und gegenseitig Mut gemacht. Das war sehr gut und durch diese Sache habe ich damals Simone von Leselurch so „richtig“ kennengelernt.

  1. Welches Buch/ welche Bücher haben deine Kindheit nachhaltig begleitet?

Einerseits kann ich mich gut daran erinnern, „Die Brüder Löwenherz“ unzählige Male gelesen zu haben. Mich hat diese Geschichte immer wieder neu berührt und mitgenommen. Ich habe so oft geweint und gelacht und gehofft und mich fallen gelassen. Das war ein Buch, in welches ich immer wieder versunken bin. Dabei fällt mir auf, dass ich das durchaus mal wieder machen könnte.

  1. Welches Buch, was du in diesem Jahr bisher gelesen hast, empfiehlst du uneingeschränkt weiter?

An dieser Stelle muss ich unbedingt „Die Buchspringer“ von Mechthild Gläser nennen. Schon das Cover ist total schön. Und nur eins zu nennen fühlt sich irgendwie unvollständig an. Anna McPartlins „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ muss ich euch auch unbedingt ans Herz legen. Es ist keine leichte Kost, ich weiß und das kann es u.U. unmöglich machen, das Buch zu lesen. Aber wenn man es dann tut, dann sollte man Taschentücher bereit halten.

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Danke, für deine Fragen, liebe Evi! Es ist schön, es so gemütlich auf deinem Blog zu haben! Und danke auch an jeden Leser, der bis hier durchgehalten hat. 🙂

Liebe Ramona, ich danke dir dafür, dass ich dich vorstellen durfte! Wobei mein Anteil an diesem gelungenen Beitrag, der schließlich von deinen Antworten lebt, wohl schwindend gering ist. Ich konnte zwischen uns neben der offensichtlichen Gemeinsamkeit (die Liebe zu den Büchern) noch einige weitere entdecken. Auch ich bin ein Mensch voller Widersprüche, was natürlich ganz allein an meinem Sternzeichen (Zwilling) liegt. Ich liebe Nagellack (das aber erst seit ca. 1 Jahr) und andere Leute mit meiner Leidenschaft abzuschrecken, gelang mir früher auch sehr gut 🙂 Nochmals vielen lieben Dank für diesen sehr persönlichen Einblick in dein Leben! Es war mir eine Ehre, dich vorzustellen zu dürfen!